Bei Patienten mit mittlerem bis hohem Risiko kommt es trotz Einsatz der üblichen Behandlungsformen häufig zu einem erneuten Auftreten des Tumors (Rezidiv)oder einem Fortschreiten der Erkrankung (Progress).
Die Synergo-Therapie verbindet die Spülung der Harnblase mit dem Chemotherapeutikum Mitomycin C mit einer gleichzeitigen, lokalen Erwärmung der Harnblasenwand (Hyperthermie), um die Wirkung der lokalen Chemotherapie zu verstärken. Erwärmung wie Spülung erfolgen durch einen katheter, der durch die Harnröhre in die Harnblase eingeführt wird.


Einführung des Synergo-Katheters durch die Harnröhre eingeführt

Der Synergo-Katheter in der Blase. Wärme und Chemotherapeutikum sind gleichmässig verteilt.

Der Synergo-Katheter führt drei Hauptfunktionen aus:

  • Gleichmäßige Erwärmung der Blasenwand mittels einer kleinen Antenne, die hochfrequente Strahlen aussendet (Radiowellenstrahlung).
  • Temperaturüberwachung durch hochempfindliche Thermoelemente (Temperatursonden) an mehreren Stellen der Blasenwand.
  • Durchfluß des Chemotherapeutikums durch die Blase über einen Kühlkreislauf.
Sämtliche Daten werden vom Synergo-Computer verarbeitet und überwacht, so daß die Blasentemperatur während der gesamten Behandlung konstant und stabil bleibt.
Die Synergo-Technologie wurde von den europäischen Gesundheitsbehörden genehmigt; die Genehmigung der US-amerikanischen Nahrungsmittel- und Medikamentenbehö FDA wird derzeit eingeholt. Die Technologie wird in führenden Ärztezentren auf der ganzen Welt (Italien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Israel und Holland) erfolgreich eingesetzt. Bislang wurden Hunderte von Patienten behandelt, und die Behandlungen zeigen eindrucksvolle Ergebnisse. Durch die Synergo Behandlung wurde die Rückfallrate bei Blasen-Tumoren nach Operationen, verglichen mit den bislang üblicherweise eingesetzten Behandlungsformen signifikant gesenkt (Senkung der Rezidivrate von 58% auf 17% in einem zweijährigen Nachuntersuchungszeitraum und von 65% auf 26% in einem geschätzten fünfjährigen Nachuntersuchungszeitraum).

Es gibt Ansätze für die Behandlung mit Synergo:
  • Behandlung zur Vermeidung des Wiederauftretens von Harnblasen-Tumoren (prophylaktische Behandlung).
    Diese Behandlungsform ist für Patienten gedacht, bei denen chirurgisch (TURB) oder durch Laser (TUF) Tumore komplett entfernt werden konnten; sie stellt eine Alternative zur Spülung der Harnblase mit einem Chemotherapeutikum (ohne Erwärmung) oder zu biologisch aktiven (immunologischen) Behandlungsformen dar, die heute üblicherweise zum Einsatz kommen.
Ergebnisse der Synergo - Prophylaxe Behandlung (bei einem zweijährigen Nachuntersuchungszeitraum)


  • Behandlung zur Zerstörung des Tumors (ablative Behandlung).
    Diese Behandlungsform ist für Patienten mit einem ausgedehnten Harnblasen-Tumor oder mehreren bösartigen Tumorbereichen in der Harnblase gedacht (die in einer einzelnen chirurgischen Operation schwierig zu entfernen sind), sowie für Patienten mit häufig wiederkehrenden Tumoren in der Krankengeschichte. Sie ist auch für Patienten gedacht, deren Zustand keine Narkose erlaubt.
Ergebnisse der Synergo - Ablative Behandlung

*Partielle Reaktion, die nun eine Entfernung des Tumorgewebes in einer Sitzung ermöglicht

Bei beiden Behandlungsansätzen wird der Patient mit einer Reihe von wöchentlichen und später monatlichen einstündigen Behandlungssitzungen ambulant im Krankenhauses behandelt. Der Patient nimmt nach jeder Behandlungssitzung seine täglichen Aktivitäten wieder auf.
Die Sicherheit der Synergo-Technologie bei iherer Anwendung am Patienten wurde in einer Reihe von klinischen Studien überprüft und bewiesen. Die Nebenwirkungen der Behandlung sind üblicherweise leicht und vorübergehend (lokale Schmerzen, brennendes Gefühl beim Wasserlassen, starker Harndrang und häufiges Urinieren) und verschwinden normalerweise innerhalb von 48-72 Stunden nach der Behandlung; sie stellen für den Patienten keine Gefahr dar.

Nachbehandlung des Patienten
Nach dem Ende der Behandlung muß der Patient weiterhin engmaschig ärztlich überwacht werden: routinemäßige Zystoskopien und im erforderlichen Umfang weitere Tests. Das ist erforderlich, um ein mögliches Wiederauftreten der Erkrankung so früh wie möglich feststellen zu können. Anfangs muß der Arzt noch häufig aufgesucht werden (alle drei Monate), später nach Ermessen des Arztes seltener. Die Besuche zur Nachbehandlung sind sehr wichtig, und die Patienten sollten ihr möglichstes tun, um den empfohlenen Überwachungszeitplan einzuhalten.

Dieses Informationsblatt ist kein Ersatz für den guten Rat des behandelnden Arztes. Es soll Patienten die verfügbaren Informationen an die Hand geben und dadurch zum effizienteren Dialog zwischen Arzt und Patient beitragen.

 
 
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