|
|
|

|
| |
Harnblasenkrebs
Harnblasenkrebs ist die vierthäufigste Krebserkrankung
bei Männern und die achthäufigste bei Frauen. Weltweit werden jährlich
durchschnittlich 350.000 neue Fälle von Harnblasenkrebs diagnostiziert. Bei
etwa 90% davon handelt es sich um ein sog. "Transitional- oder
Übergangszellkarzinom" (TCC), das in den Epithelzellen (der
Innenauskleidung) der Blasenwand entsteht. Wenn der Tumor auf diese Schicht
beschränkt ist, spricht man von einem "oberflächlichen"
Harnblasenkrebs. Diese oberflächliche Krebsart neigt dazu, nach einer Operation
erneut aufzutreten; in den meisten Fällen tritt der Tumor wieder als
Oberflächenkrebs auf.
Ein Tumor, der (tiefer) in die Muskelschicht der Harnblase vordringt, wird
"invasiver" Harnblasenkrebs genannt und führt zur operativen
Entfernung der Harnblase (Zystekyomie).
|
Number of new Urinary Bladder Cancer patients per year, by geographical area
|
|
|
USA & Canada
|
Europa
|
Deutschland
|
|
Anzahl von neuen Fällen pro Jahr
|
82,000
|
109,021
|
15,700
|
- Daten aus einer Aufstellung der WHO
|
Symptome der Erkrankung
Zu den Symptomen des Harnblasenkrebses, die nicht unbedingt offensichtlich sein
müssen, zählen im wesentlichen folgende:
- Vorhandensein von Blut im Urin (Hämaturie); das Ausscheiden des blutigen Urins ist im allgemeinen schmerzlos
- Blutspuren bei Laboruntersuchungen des Urins
- Starker Harndrang (Unfähigkeit, das Wasserlassen hinauszuzögern) und häufiges Urinieren
- Beschwerden beim Wasserlassen
|
Diese Symptome können auch im Fall
von anderen, nicht bösartigen Erkrankungen auftreten: Infektionen der Harnwege,
Harnblasensteine, gutartige Tumore usw. Nur ein Arzt kann die Bedeutung der
Symptome diagnostizieren; daher ist bei Auftreten auch nur eines dieser
Symptome eine ärztliche Untersuchung, ggf. eine Blasenspiegelung (Zystoskopie)
erforderlich.
|
|
| |